Gerade beim Seven in jeglicher Ausprägung ist Ford eigentlich DER Motorenlieferant - schon aus der Geschichte. Der Urvater Lotus 7 Serie 1 hatte einen Ford Sidevalve mit seitlich stehenden Ventilen und 1,2L Hubraum.
Und so ergab es sich, dass gefühlt die meisten Seven inkl. Derivaten und Replikas “powered by Ford” unterwegs sind - was keine schlechte Wahl darstellt.
Bewährte Großserientechnik, viel KnowHow, jede Menge Tuning (insbesondere in UK) als auch gute Verfügbarkeit sind hier gegeben. Und so starten wir hier mit einem der wahrscheinlich erfolgreichsten Baumustern ever:
1. Kent:
DER Klassiker schlechthin. Sehr lange Bauzeit, viele Leistungsstufen und dabei noch sehr gute Haltbarkeit zeichnen diesen Motor aus. Nicht schrecken lassen von einer untenliegenden Nockenwelle und Stößelstangen (=OHC), der Motor kann was. Gebaut von 1959 - 2002 (=ewig), in unterschiedlichsten Varianten. Am Gängigsten im Seven sind die sogenannten Crossflow-Varianten von 1300-1600cm³, aufgebohrt auf 1700cm³ (wie zum Beispiel im Caterham Supersprint) sind so Leistungen bis über 135PS möglich. Der Sound der dabei gierig schlürfenden Weber DCOE Doppelvergaser kann süchtig machen. Der Kent war so gut, dass er fast seinen designierten Nachfolger, den CVH überlebt hätte. Kurbelgehäuse und Zylinderkopf sind aus haltbarem Grauguss und so bildete der Kent auch die Grundlage für leistungsstarke Derivate wie den Cosworth BDA mit Vierventiltechnik und viele weitere mehr.
Ein Entwurf für die Ewigkeit hätte ich fast zu sagen gewagt.
Was man aber beachten sollte: Inzwischen sind gute Kent bzw. Crossflow-Motore nicht mehr am Schrottplatz zu bekommen, wie manche britische Bücher behaupten, geschweige denn sehr preiswert. Auch fachgerechtes Tuning ist nicht billig zu haben - wie bei quasi jedem Saugmotor.
Und die noch häufig vorhandenen Quermotore namens Valencia aus dem Fiesta sind ähnlich, aber eben nicht gleich - da passt nichts zusammen.